Friedrich Nietzsche  -  Zitate
 

"Niemand kann dir die Brücke bauen, auf der gerade du über den Fluß des Lebens schreiten mußt, niemand außer dir allein."
 

"Wie kann jemand zum Denker werden, wenn er nicht mindestens den dritten Teil des Tages ohne Leidenschaften, Menschen und Bücher verbringt?"
 

"Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze."
 

"Die Schlange, welche sich nicht häuten kann, geht zugrunde. Ebenso die Geister, welche man verhindert, ihre Meinungen zu wechseln; sie hören auf, Geist zu sein."
 

"Man soll weder Gott noch den Teufel an die Wand malen. Man verdirbt damit seine Wand und seine Nachbarschaft."
 

"Wir Heimatlosen, wir sind der Rasse und Abkunft nach zu vielfach und gemischt, als 'moderne Menschen', und folglich wenig versucht, an jener verlogenen Rassen-Selbstbewunderung und Unzucht teilzunehmen, welche sich heute in Deutschland als Zeichen deutscher Gesinnung zur Schau trägt und die bei dem Volke des 'historischen Sinns' zwiefach falsch und unanständig anmutet. Wir sind, mit einem Worte - und es soll unser Ehrenwort sein! - gute Europäer."
 

"Ich habe für mich entdeckt, daß die alte Mensch- und Tierheit, ja die gesamte Urzeit und Vergangenheit alles empfindenden Seins in mir fortdichtet, fortliebt, forthaßt, fortschließt - ich bin plötzlich mitten in diesem Traum erwacht, aber nur zum Bewußtsein, daß ich eben träume und daß ich weiterträumen muß, um nicht zugrunde zu gehn: wie der Nachtwandler weiterträumen muß, um nicht hinabzustürzen. Was ist mir jetzt 'Schein'!"
 

"Man träumt gar nicht oder interessant. Man muß lernen, ebenso zu wachen - gar nicht oder interessant."
 

"Ich fürchte, wir werden Gott nicht los, weil wir noch an die Grammatik glauben ..."
 

"Blut ist der schlechteste Zeuge der Wahrheit; Blut vergiftet die reinste Lehre noch zu Wahn und Haß der Herzen."
 
 

 Nietzsches Satz 'Die Dichter lügen zuviel' (Essay)
 

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