Als das Pilzzeitalter endete
und die Naujoksära begann ...

Die Spannung war unerträglich,als plötzlich ein neues Namensschildchen über der Klingel klebte. Alles fragte sich, wer sich mit welchem Gesicht hinter "Frl. Naujocks" versteckte?! Die tapfersten Schüler, die sich als erste ins Sekretariat trauten, kamen mit eigenartigem Glanz in den Augen wieder, der den Rest der Schule stark an wunschlose Seligkeit erinnerte. Dies und die Tatsache,daß sie körper1ich völlig unversehrt zurückkehrten, brachte auch die weniger mutigen Schülerchen - die lieber verzaubert werden wollten, als ohne Entschuldigungsformular vor zornigen Paukern stehen zu müssen - ins Vorzimmer des AGH-Kaisers.
Und was sah man da ? Ein hübsches Mädel,daß sich gar nicht so sehr von uns unterschied und schon gar nicht ins Allerheiligste des AGH zu passen schien - man assoziierte: "Frl. Naujocks in der Löwengrube " ! Und nicht nur hübsch, sondern auch noch freundlich war sie! Ihre Fröhlichkeit steckte an - ob wir nun wollten oder lieber nicht, stand nie zur Debatte - und brachte sogar die hartnäckigsten Schulmuffel zum Strahlen.
Als sie dann auch noch auf 'nem Maifest im Lederdress samt Sturzhelm erschien, war's um uns endgültig geschehen. Seit diesem denkwürdigen
Tage mußte man seine ganze Willenskraft aufbieten,um Frl. Naujocks
nicht versehentlich zu duzen, sondern auch weiterhin ihrer bürokra-
tischen Brillanz durch das "Sie" zu huldigen.
Liebe Frl. Naujocks, die 13 bedankt sich für Ihren Rat - der immer
freundlich war - und für Ihre Tat - die immer hilfreich gewesen ist.
Wir werden Sie vermissen.