Ein geniales Werk wird seit Menschengedenken
unter außergewöhnlichen
und meistens auch unter menschenunwürdigen
Bedingungen geboren!
Aber es gibt auch höchst geniale
Werke, die unter Bedingungen
entstanden, die den oben aufgeführten
in jeder Beziehung wider-
sprechen. Ja, die gibt es wirklich!
- Sie halten eins von diesen
Wundern der Genialität in Händen!
Eine Gruppe seriöser Damen und
Herren traf sich am 14.November
letzten Jahres um 11.30 Uhr in der
phantasievoll eingerichteten
Pausenhalle unserer Lehranstalt. Die
anwesenden Damen und Herren
erschienen mit Bleifisch und Unmengen
von lose herumfliegenden
Schmierblättchen bis an die Zähne
bewaffnet und versuchten, mit
äußerster Konzentration
kreativ zu sein. Zwischen hilflos umher-
irrenden Eltern, sauer-ängstlich
dreinblickenden Schülern und
gelangweilt rumstehenden Lehrern,
deren Hauptproblem (so schien
es) das Essenfassen war - der 14.11.1985
war nämlich einer der be-
rühmten "Elternsprechtage" des
AGH - saß nun diese Gruppe intellek-
tuell und höchst genial dreinblickender
Damen und Herren und wartete
auf Geistesblitze und Wunder literarischer
Art.
Dies war also die Geburtsstunde der
diesjährigen Abi-Zeitung.
Wir hoffen, daß es uns gelungen
ist, unsere äußerst anspruchsvol-
len Ergüsse auf ein annehmbares
Niveau zu hieven und legen Wert
darauf, daß alles Folgende mit
äußerster Objektivität zu stande
kam.
(Wir erwarten stündlich den positiven
Bescheid vom Nobelpreis-
komitee für Literatur!)
P.S.: Schönen Dank an Herrn Walder
für die aktive Mithilfe
beim Erstellen der Zeitung.